Barrage de Malpasset

Wanderung zur Staumauer Malpasset

in der Provence nahe Fréjus

an der Côte d'Azur in Südfrankreich



Hallo zusammen,


heute möchte ich euch über einen kleinen, aber sehr interessanten Ausflug während unseres Aufenthaltes in Frejus an der wunderschönen Cote d´Azur berichten.


Wir wanderten zur Ruine der Barrage de Malpasset.

 


Das ist eine ehemalige Staumauer, die in der Nacht vom 2. Dezember 1959 plötzlich und vollständig zusammenbrach. 

Die Flutwelle vernichtete mehrere Ortschaften und kostete 423 Menschen das Leben.


Wir starteten vom Campingplatz Esterel Caravaning und hatten daher eine Anfahrt von ca. 17 km.

 

Wer sich für den echt tollen Esterel Caravaning Campingplatz interessiert kann sich gerne meinen Blogbeitrag darüber anschauen:

Bloggmaus - Campingplatz Esterel Caravaning


In Frejus ist der Weg zur Staumauer sehr gut ausgeschildert. Am Schluss muss man nur aufpassen, dass man nicht auf den ersten Parkplatz noch vor der Autobahnbrücke fährt. Sonst hat man noch ein ziemliches Stück an der Straße zu gehen, was weder schön noch nötig ist.

Der eigentliche Parkplatz befindet sich hinter der Autobahnbrücke und biete sehr viele Stellplätze. Da wir im September außerhalb der Hochsaison waren kann ich nicht sagen, ob die Parkplätze auch im Sommer reichen. Bei uns war jedenfalls noch sehr viel Platz.


 

Vom Parkplatz startet dann ein gut ausgeschilderter Weg in Richtung Staumauer Malpasset, der immer wieder auch an Tafeln vorbeiführt, die Informationen über den Staudamm Malpasset und das Unglück enthalten.


 

Nach ca. 400 m teilt sich der Weg und man muss sich entscheiden, ob man von unten bis an die Überreste der Staumauer heran wandern will, oder ob man den Staudamm Malpasset von oben betrachten will.

 

Wir entschieden uns für den unteren Weg (sind also dem Schild vom obigen Foto gefolgt) der dann weiter in das Tal hinein führt. Hier kommt man schon immer wieder an großen Betontrümmern vorbei, welche die Flutwelle mitgerissen und dann dort abgelagert hat.





 

Nach einem weiteren Kilometer erreicht man dann den Fuß der ehemaligen Staumauer.

 



Leider führt der Weg eher als Pfad über unebenes Gelände und bietet so gut wie gar keinen Schatten, Kinderwagen oder Rollstuhl sind also auf keinen Fall zu empfehlen.

Aber auch Wanderer sollten halbwegs trittsicher sein.

Durch den fehlenden Schatten empfehle ich die Wanderung auf jeden Fall eher für den Abend, wenn die starke Sonne weg ist.

Für Hunde ist die Wanderung zum Staudamm Malpasset gut geeignet, unser kleiner Yorkinese Bronco hatte auf jeden Fall Freude daran!


Den anderen Weg den Berg hinauf sind wir nicht gewandert, daher kann ich dazu auch nichts sagen.


Uns haben die Überreste der Staumauer mit ihren meterdicken Betonteilen, die einfach mitgerissen wurden sehr beeindruckt.

Irgendwie bekommt man ein ganz komisches Gefühl wenn man an diese Tragödie denkt!

 



Die Wanderung zur Staumauer Malpasset hat uns gut gefallen, es ist doch schön wenn man im Urlaub nicht nur faul rumliegt sondern auch etwas über das Urlaubsland erfährt bzw. entdeckt!


Insgesamt war die Wanderung 3,23 km lang und wir haben 1 Stunde 19 Minuten gebraucht, einschließlich des Aufenthaltes vor der Barrage de Malpasset

 

Ich habe über weitere schöne Ausflugsziele an der Côte d'Azur gebloggt:

👀👀 Verdon Schlucht Grand Canyon du Verdon 👀👀

 👀👀 Cap Dramont 👀👀 

👀👀 Rundweg um den Avellan See 👀👀

 

Kommentare

  1. Liebe Janina,
    ich glaube dir gerne, dass man ein ganz komisches Gefühl bekommt, wenn man an diese Tragödie denkt! Und welche Gewalt Wasser entwickeln kann... Das Unglück liegt zwar schon lange zurück, ich war noch nichtmal auf der Welt - aber doch ist das etwas, das immer wieder irgendwo auf der Welt geschehen kann... Doch ich kann mir vorstellen, dass es ein interessanter und lehrreicher Ausflug war. Dass man ihn nicht gerade in der prallen Mittagssonne unternehmen sollte, ist nach deinen Fotos auch gut nachzuvollziehen. Wie schön, dass auch euer Bronco mit Freude dabei war!
    Kraul den Kleinen bitte wieder von mir!
    Alles Liebe und genießt die Vorweihnachtszeit, Traude
    https://rostrose.blogspot.com/2021/12/italien-reisebericht-ausflug-ans-meer.html

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  2. So im Sommer möchte ich die Wanderung nicht machen; das stelle ich mir nach deiner Beschreibung über fehlenden Schatten echt sehr, sehr anstrengend vor!
    Aber die Landschaft sieht schön aus und die restliche Staumauer echt imposant!

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  3. Liebe Janina,

    was für eine Tragödie. Der Ort wird gefühlt wahrscheinlich immer mit diesem Ereignis in Verbindung stehen, egal wie lange es zurück liegt.
    Kennt man eigentlich den Grund für den Zusammenbruch?

    Trotzdem ist es heute sicher eine schöne Region zum Wandern und wenn ich eure Bilder sehe, dann hattet ihr eine schöne Tour.

    Liebe Grüße, Katja

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    1. Hallo Katja,
      irgendwie kam da wohl einiges zusammen, Knackgeräusche, eine Kluft in der Mauer, zuviel Druck auf die Mauer... es konnte aber letztendlich niemandem dafür ein strafbares Verhalten zur Last gelegt werden...
      Ja, eine schreckliche Tragödie.
      LG, Janina

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  4. Hallo Janina,
    solche Orte erzeugen bei mir immer einen großen Respekt vor den Naturgewalten. Wir wohnen direkt am Rhein und bekommen das Wasser hier auch hin und wieder zu spüren. Wenn man an die Familien in den Dörfern denkt, die es damals erlebt haben, ist es sicher ein komisches Gefühl, auch bei schönem Herbstwetter und einer wirklich schönen Landschaft.
    Liebe Grüße
    Bastian

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  5. Liebe Janina,

    solche Orte rufen ja immer unterschiedlichste Emotionen hervor. Mich macht das immer sehr demütig, wenn ich weiß, dass dort so eine Tragödie geschehen ist. Da zeigt sich welche Kraft die Natur hat. Aber ich finde es schön, dass das Wandern wieder möglich ist, auch wenn die Strecke leider nicht für alle geeignet ist.

    Liebe Grüße Mo

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  6. Da sieht man mal, was Wasser für eine Kraft hat! Solch meterdicke Mauern zerstören, ohje! Und so viele Menschenleben! Die haben sich dort ganz bestimmt sicher gefühlt und dann solch ein Unglück!

    Aber andererseits schön, dass man die Überreste noch sehen kann! Vielleicht lernt man daraus!

    Liebe Grüße
    Jana

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  7. Liebe Janina,
    welch tragisches Ereignis! Während einer Wanderung die Überreste der Staumauer zu sehen, muss ein mulmiges Gefühl hervorrufen. Andererseits finde ich es gut, dass diese "Spuren" sichtbar sind und erhalten bleiben - als Erinnerung und Mahnung.
    Herzliche Grüße
    Anja von STADT LAND WELTentdecker

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  8. Von diesem UNglück habe ich schon gehört. Ich weiß gar nicht mehr wo, eventuell auf Netflix? Es muss schon sehr beklemmend sein, dort entlangzulaufen und darüber nachzudenken, mit welcher Wucht die Welle dort durchgefegt sein muss. Ich meine, dass noch 20km weiter unten Menschen gestorben sind. Aber gut, dass man es erhält und daran erinnert. Landschaftlich gefällt es mir auch sehr gut dort, da könnte ich mich fotografisch echt austoben!

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  9. Im Urlaub schaue ich mir auch immer etwas an. Schließlich möchte man Land und Leute kennenlernen. Und manchmal sind es eben auch Plätze, die eine unglaubliche Tragik mit sich bringen. Danke fürs Zeigen, das war bestimmt wahnsinnig interessant.
    Viele liebe Grüße
    Sandra

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