Dienstag, 12. November 2019

Honda Vision 110

La la la – ich bin mit dem Roller da! 


Honda Vision 110



 
unser Roller Honda Vision 110 in der schönen Farbe Rot
unser Roller Honda Vision 110 in der schönen Farbe Rot
 


[Werbung - Produkt selbst gekauft!]


Hallo zusammen,



wir haben seit einer Weile einen Roller!
Den Honda Vision 110 - mehr darüber erfahrt ihr
in meinem Blogbeitrag welcher von meinem Mann und mir zusammen verfasst wurde:


Nach rund 5000 Kilometer ist es an der Zeit über meinen tollen
Motorroller zu bloggen!

Vorneweg möchte ich noch schicken, dass ich bereits 2 „Vorroller“ hatte, ein Yamaha Cygnus und ein Aprilia Leonardo mit jeweils 125 ccm (Kubikzentimeter).
Daher vergleiche ich meinen „neuen“ Vision natürlich auch immer mit seinen beiden Vorgängern.


*** Kaufort und Preis ***

Gekauft habe ich den Roller als Neufahrzeug bei der Firma Limbächer und Limbächer in Filderstadt Bernhausen zum Preis von damals 1935 Euro.

Motorroller Roller Honda Vision 110
unser Roller Honda Vision 110

*** Führerschein ***

Für den Vision 110 benötigt man übrigens einen extra Führerschein, er darf nur dann mit dem Autoführerschein gefahren werden, wenn man diesen vor dem 1.4.1980 gemacht hat.

Ansonsten benötigt man entweder einen Motorradführerschein oder einen Mopedführerschein Klasse A1 (früher 1b), den man auch schon mit 16 machen kann.
Den gleichen Roller gibt es für ein paar Euro weniger auch als 50 ccm-Version, die dann mit dem Autoführerschein gefahren werden darf.


*** Hersteller und technische Daten ***

Hersteller ist die Firma Honda aus Japan, die sicherlich jedem ein Begriff in Sachen Motorräder und Autos ist.
Der Roller wird allerdings von Honda China ausschließlich in China gefertigt, was der Qualität in meinen Augen aber keinen Abbruch tut.
Damit erklärt sich aber auch der etwas ungewöhnliche Hubraum von 108 ccm, wo bei uns ja mit der gleichen Führerscheinklasse 125 ccm möglich gewesen wären: Der Roller wird weltweit gleich angeboten.
Ohne es zu wissen denke ich mir, dass es wohl auch Länder gibt wo max. 110 ccm zulässig sind.

Hier noch die restlichen technischen Daten von der Honda Homepage:

* Motor
Bauart: Luftgekühlter Einzylinder-Viertaktmotor
Bohrung x Hub in mm / Hubraum in cm³: 50, 0 x 55,0 / 108
Verdichtung: 9,5 : 1
Gemischaufbereitung: PGM-FI Benzineinspritzung
Max. Leistung, kW (PS) bei 1/min: 6,2 (8,4 ) / 8.000
Max. Drehmoment, Nm bei 1/min: 8,7 / 6.500
Zündung: Digitale Transistorzündung
Starter: Elektrostarter

* Fahrleistungen
Höchstgeschwindigkeit in km/h: 88

* Kraftübertragung
Getriebe: Stufenlose Keilriemenautomatik
Endantrieb: Riemen

* Abmessungen
Länge in mm: 1.845
Breite in mm: 670
Höhe in mm: 1.090
Radstand in mm: 1.255
Sitzhöhe in mm: 785
Bodenfreiheit in mm: 120
Tankinhalt in Liter: 5,5
Sitzplätze: 2

* Fahrwerk
Felge vorne: 16 x 1.85
Felge hinten: 14 x 1.85
Bereifung vorne: 80/90-16
Bereifung hinten: 90/90-14
Radaufhängung vorne: Teleskopgabel
Radaufhängung hinten: Schwinge, 1 Federbein
Bremse vorne: CBS Kombibremse, 220 mm Einscheibenbremse mit Dreikolbenbremszange
Bremse hinten: CBS Kombibremse, 130 mm Trommelbremse

*Gewichte in kg
Gewicht vollgetankt: 102
Zul. Gesamtgewicht: 268
Max. Zuladung: 166


Ich habe den Vision 110 übrigens in der schönen Farbe Rot, erhältlich ist er aber auch in Silber, Schwarz und Weiß.

Offizielle Angaben zum Benzinverbrauch konnte ich keine finden, getankt wird mit Super und ich verbrauche im Durchschnitt 2,5 Liter auf 100km, mehr dazu weiter unten im meinem Bericht.


*** Beschreibung des Rollers ***

Da es neben den „nackten“ Zahlen ja doch noch einige andere, wissenswerte Dinge zu diesem Roller gibt, möchte ich in diesem Abschnitt die aus meiner Sicht wichtigsten Dinge kurz mit eigenen Worten erläutern:


~~~ Äußeres ~~~
Auf den ersten Blick unterscheidet sich dieser Roller von seinen Gefährten gleich mal durch seine großen Räder.
Mit vorne 16 Zoll und hinten 14 Zoll gehört er zu den sogenannten „Großradrollern“, welche positiven Nebeneffekte dies hat, dazu komme ich später dann im Bereich „Fahrverhalten“.

Dass er vorne ein größeres Rad hat als hinten fällt optisch übrigens gar nicht auf, man muss schon sehr genau hin sehen, dass man dies überhaupt bemerkt.
Des Weiteren ist mir gleich seine schlanke Form aufgefallen, der Vision 110 baut deutlich weniger wuchtig auf als viele andere Roller dieser Leistungsklasse.
Dies zusammen mit dem geringen Gewicht sorgt übrigens dafür, dass der Vision 110 trotz seines geringeren Hubraumes und weniger Leistung als die meisten 125er Roller, mit denen er ja zwangsläufig verglichen wird, nicht schwach dasteht, sondern ordentlich spritzig und agil ist.
Doch dazu später auch noch mehr.

Roller Honda Vision 110 - der Lenker
Roller Honda Vision 110 - der Lenker


~~~ Armaturenbrett ~~~
Das Armaturenbrett ist übersichtlich, aber auch spartanisch gestaltet:
Außer einem Tacho, einer Tankuhr und ein paar wenigen Leuchten befindet sich nichts darauf.

Das größte Instrument ist der Tacho, der sich auch in der Mitte des Lenkers befindet. Dieser geht bis 140km/h und ist daher gut dimensioniert für ein Fahrzeug was
ca. 90 km/h schnell fährt.
Die Skala bis 140km/h sorgt nämlich dafür, dass sich die wichtigen Geschwindigkeiten 50 km/h und 70 km/h im oberen Bereich der Anzeige befinden und daher während der Fahrt gut abgelesen werden können!

Über dem Tacho befindet sich die Tankuhr als zweites Zeigerinstrument.
Auch diese lässt sich gut ablesen, wenn die Nadel leer anzeigt, sollen sich nach Angaben der Bedienungsanleitung noch 1,6l im Tank befinden, was auch ungefähr hinkommen müsste und Erfahrungsgemäß für gut 60-70 Kilometer reicht.
Man hat also noch genug Zeit und Reichweite um die nächste Tankstelle zu erreichen.

Alle weiteren Leuchten wie z.B. Blinker, Benzinpumpe, etc. sieht man nur, wenn sie aufleuchten, ansonsten sind sie im Cockpit nicht zu sehen.
Einen Drehzahlmesser gibt es übrigens nicht, was bei einem Roller mit Riemenautomatik auch völlig überflüssig wäre.
Neben der Instrumententafel befinden sich dann noch die Schalter für den Wechsel zwischen Abblend- und Fernlicht, den Schalter für den Blinker und die Hupe, sowie den Anlasser.

Alle Schalter sind gut erreichbar, bei der ersten Fahrt musste ich nur aufpassen, weil ich immer statt dem Blinker die Hupe bedient habe.
Keine Ahnung, ob bei meinem alten Roller der Blinkerschalter höher saß, oder warum das so war, nach der zweiten oder dritten Fahrt hatte ich mich jedenfalls an den Vision Roller gewöhnt und bediene den Blinker seither ohne extra hinsehen zu müssen.

Das Licht geht übrigens automatisch an, wenn man den Zündschlüssel auf „on“ stellt, ein abschalten während der Motor läuft ist nicht möglich.
Das finde ich sehr gut, weil es im Betrieb ja Vorschrift ist und man es so nicht vergessen kann.
Über dem Ganzen befinden sich dann noch die beiden Rückspiegel rechts und links, die ausreichend Sicht nach hinten geben, ohne dabei groß im Weg zu sein.


~~~ Beinschild ~~~
Unterhalb des Lenkers befindet sich das Beinschild.
Dieses hält während der Fahrt nicht nur den Wind und den Regen von den Beinen weg sondern hat auf der Innenseite auch noch zwei Fächer und einen Haken. Laut Honda soll es sich bei den Fächern um Trinkflaschenhalter handeln was ich persönlich aber nicht so sehe weil die Fächer zu schmal sind. Außerdem braucht man auf dem Roller auch nicht unbedingt einen Trinkflaschenhalter weil man mit Helm auf dem Kopf eh nichts trinken kann. 

Roller Honda Vision 110 - die Fächer
Roller Honda Vision 110 - die Fächer

Trotzdem finde ich die Fächer ganz praktisch!
Wenn mein Mann mit dem Roller zur Arbeit fährt steckt er dort immer seinen Firmenausweis hinein, weil er dann am Werkstor den Ausweis griffbereit hat und direkt an die Schranke halten kann, was auch sehr gut mit Handschuhen möglich ist.

Ansonsten könnte man in die Fächer auch Tempos, Bonbons oder sonstige Dinge stecken. Allerdings sind diese Fächer nicht geschlossen, man sollte also keine Wertgegenstände darin lagern.

Superpraktisch finde ich den Haken! Hier kann man ganz toll einen Einkaufsbeutel oder sogar einen Rucksack hinhängen.
Das Beinschild bietet einen guten Windschutz sodaß während der Fahrt die Dinge am Haken nicht umherwedeln.


~~~ Sitzbank ~~~
Trotz des schlanken Erscheinungsbildes des Rollers finde ich die Sitzbank ausreichend groß dimensioniert um auch zu zweit bequem fahren zu können.
Auch die Polsterung finde ich von der Härte her genau richtig, nicht zu weich, dass man nicht so ein schwammiges Gefühl hat, aber auch nicht zu hart, dass einem auch nach einer längeren Fahrt nicht alles weh tut, wobei daran ja auch die Federung einen gewaltigen Anteil hat.

Roller Honda Vision 110 - das Helmfach
Roller Honda Vision 110 - das Helmfach


~~~ Helmfach ~~~
Das Beste befindet sich aber unter der Sitzbank: Das Helmfach!
Als ich mich im Vorfeld informiert habe, habe ich an mehreren Stellen gelesen, dass ein Integralhelm ins Helmfach passen würde, andere behaupteten wiederum, dass kein Integralhelm in das Helmfach passen würde, sondern nur ein Jethelm. Zu guter Letzt meinte der Händler dann noch, dass ein Integralhelm schon reinpassen würde, man die Sitzbank aber die letzten 1-2cm zudrücken müsste. Irgendwie habe ich das aber im Laden gar nicht ausprobiert.

Jedenfalls passt mein Jethelm der Größe M und auch der Integralhelm Größe L meines Mannes ohne Probleme und ohne großes Drücken sauber ins Helmfach.
(Natürlich nur jeweils einzeln, versteht sich!)
Das finde ich richtig gut, dass auch der Helm meines Mannes in das Helmfach passt, da wir den Roller ja gemeinsam nutzen und es schon viel praktischer ist, wenn man eine Kleinigkeit einkauft oder wenn z.B. mein Mann zur Arbeit mit dem Roller fährt, dass man den Helm nicht überall mit rumschleppen muss, sondern ihn sicher und sauber im Helmfach verstauen kann.

Ganz kurz zur Erklärung für Alle die sich mit Helmen nicht so gut auskennen:
Ein Jethelm ist der typische Rollerhelm wo kein Bügel vor dem Kinn verläuft.
Ein Integralhelm ist ein ganz normaler, geschlossener Motorradhelm.

Ebenfalls im Helmfach befindet sich ein praktisches Werkzeugset welches aus 2 Gabelschlüsseln, 1 Kreuzschlitzschraubendreher und 1 Schraubendrehergriff besteht.
Das finde ich oberpraktisch vor allem wenn mal unterwegs eine Kleinigkeit passiert.
Bei meinem alten Roller hatte ich z.B. das Problem dass der Zündkerzenstecker defekt war und hin und wieder von der Zündkerze abging. Prinzipiell kein Problem weil man ihn nur wieder einstecken musste, aber man brauchte einen Schraubendreher um die Verkleidung zu öffnen. Bei meinem Honda Roller habe ich solch wichtiges Werkzeug nun immer dabei und seither nicht mehr gebraucht. :o)


~~~ Gepäckträger ~~~
Hinter der Sitzbank befindet sich noch ein Gepäckträger aus stabilen Stahlteilen.
Hier kann man, wenn man öfters mit dem Roller einkaufen fährt, noch ein Top Case, also einen Kunststoffkoffer befestigen.


*** Fahrverhalten und Betrieb ***

### Start:
Der Roller hat insgesamt zwei Ständer, einen kleineren Seitenständer und einen Hauptständer.
Wenn man den Seitenständer ausklappt, dann geht der Motor automatisch aus, bzw. man kann den Motor mit ausgeklapptem Seitenständer nicht starten.
Darauf muss man achten, sonst fragt man sich ewig, warum der Starter keinen Mucks von sich gibt!

Ich stelle den Roller immer auf dem Hauptständer ab, was ohne Probleme und viel wuchten möglich ist.
Daher setze ich mich zum Start immer auf den Roller, schiebe ihn nach vorne vom Hauptständer und drehe den Zündschlüssel auf ON.
Jetzt muss man kurz warten bis die Benzinpumpe genügend Druck aufgebaut hat und die gelbe Motorkennleuchte ausgeht.

Dann kann man den Startknopf drücken und der Roller springt an.
Allerdings nur, wenn man gleichzeitig auch noch einen der beiden Bremshebel zieht.
Das war bisher auch bei allen Rollern so, die ich hatte, daher war es für mich nichts Neues.

Bis jetzt ist der Roller immer gut angesprungen.
Ich hoffe mal, dass dies auch so bleibt, einen zusätzlichen Kickstarter gibt es nämlich nicht!
Allerdings muss ich auch dazu sagen, dass ich bei kalten oder nassen Wetter eigentlich nicht fahre, wir haben ja auch noch ein Auto welches wir immer nehmen wenn wir nicht mit dem Roller fahren können bzw. wollen!


### Fahrverhalten:
Ich bin mit dem Fahrverhalten des Rollers sehr zufrieden!
Dass er weniger Hubraum und weniger Leitung als die meisten anderen 125er hat, merkt man in der Stadt so gut wie gar nicht.
Hier zieht er super von der Ampel weg und hat auch für einen kurzen Zwischensprint genügend Leistungsreserve zur Verfügung.

Besonders begeistert bin ich von den großen Rädern, man merkt schon deutlich, dass die größeren Räder Schlaglöcher und Bodenwellen viel besser nehmen als die üblichen, kleinen Rollerräder, die auch meine bisherigen Roller immer hatten.
Den Geradeauslauf finde ich absolut in Ordnung, normalerweise bringt den Vision nichts aus der Ruhe und er fährt brav gerade aus.

Auch an der Kurvengängigkeit habe ich nichts zum Aussetzen, ich lege mich allerdings auch nicht übertrieben weit in die Kurve.
In Foren habe ich schon gelesen, dass der Hauptständer bei zu viel Kurvenlage recht bald aufsetzen würde, das habe ich aber noch nie geschafft, daher kann ich das nicht bestätigen.
Wenn man am Ende der Kurve den Gashebel etwas aufdreht, dann richtet sich der Roller fast von selber wieder auf, das hat man nach kurzer Zeit so im Blut, dass man da gar nicht drüber nachdenkt.

Auf der Landstraße merkt man die fehlende Leitung dann doch, bei 90 km/h ist Schluss, schneller fährt er nur bergab, mit Heimweh und Rückenwind.
Dafür hält er die 90 auch in Steigungen hinein relativ lange durch.
Eine längere Steigung meistert er dann trotzdem noch mit ca. 80 km/h.

Ich persönlich finde diese Geschwindigkeiten völlig ausreichend, mir war nur wichtig, dass ich auf der Landstraße nicht von LKWs überholt werde, weil ich das doch sehr gefährlich finde. Gegen manche PKW kann man eh nichts machen, die überholen einen erfahrungsgemäß auch mit 120 km/h noch.

Auf die Autobahn darf man zwar prinzipiell, ich rate aber davon ab. Das macht dann keinen Spaß mehr. Man kann sich nur einen LKW suchen, hinter dem man hertuckert, ansonsten ist man mit 90 einfach fehl am Platz. Hinter dem LKW hat man dann aber mit den Wirbelschleppen zu kämpfen, was auch nicht so schön ist.
Da dieser Roller aber auch kein Reisemobil ist, finde ich das nicht weiter schlimm.

Die Bremsen fand ich am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Man kann sie sehr gut dosieren, was aber dazu führt, dass man schon ordentlich am Hebel ziehen muss, wenn man schnell verzögern will.
Der rechte Hebel steuert übrigens die Hinterradbremse, der linke steuert das Kombinierte Bremssystem CBS, welches über einen Bremskraftverteiler Vorder- und Hinterradbremse ansteuert. Da man mit der rechten Hand ja auch den Gashebel betätigt bremst man automatisch mehr mit links, also mit dem CBS.
Wenn man sich mal daran gewöhnt hat etwas habhafter zu ziehen, dann bremst der Roller richtig gut.

Der Spritverbrauch ist natürlich etwas höher als vom Hersteller angegeben.
Ich komme im Schnitt auf ca. 2,5 Liter auf hundert Kilometer, was ich absolut in Ordnung finde.
Volltanken für 6 Euro, das geht heute halt nur noch mit einem Zweirad!

Also insgesamt ist das Fahrverhalten absolut unauffällig und ich behaupte mal, auch Leute die wenig bis keine Rollererfahrung haben, kommen mit dem Vision ohne Probleme zurecht.


### Fahrverhalten bei Regen:
Wenn man berücksichtigt, dass das Fahrverhalten von Zweirädern bei Regen immer etwas Vorsicht erfordert, lässt sich auch hier über den Honda Vision Roller nichts Negatives sagen.

Die Reifen bieten auch bei Regen noch genügend Bodenhaftung, dass man nicht aus der Kurve fliegt, wenn man etwas aufpasst. Auch in Sachen Aquaplaning ist der Roller relativ unauffällig, was aber auch damit zusammenhängt, dass er nicht so schnell fährt.
Diese Aussage bezieht sich natürlich nur auf die Serienmäßig verbaute Bereifung, wenn man hier mal neue Reifen braucht, kann sich dieses Verhalten natürlich ändern!

Einen Regenschutz wie andere, größere Roller bietet er allerdings keinen.
Dadurch, dass er auch von der Breite her eher schmal baut, hält das Vorderteil nur wenig Regen ab.
Da er auch keine Windschutzscheibe hat, ist man spätestens ab der Gürtellinie dann komplett nass.
Ob dies mit einer Windschutzscheibe besser wird, kann ich nicht sagen, da ich keine habe.
Auch die Bremsen verhalten sich bei Regen immer noch gut, auch mit dem kombinierten Bremssystem CBS kommt es bei normaler Fahrweise zu keiner Radblockierung.


### In der Nacht (Beleuchtung) & Blinker:
Nachts fährt der Roller gleich schnell wie am Tage!
Nee, Spaß bei Seite, hier geht es natürlich in erster Linie um die Beleuchtung!
Diese ist sehr gut, schon das normale Abblendlicht reicht aus, dass man wirklich gut sehen kann.

Auf der Landstraße kann man sich dann zusätzlich noch das Fernlicht einschalten, was die Straße dann noch weiter ausleuchtet.
Ich bin mit der Beleuchtung jedenfalls sehr zufrieden.

Bei meiner Cygnus musste ich immer den Schalter in der Mittelstellung halten, so dass Abblend- und Fernlicht gleichzeitig an waren, damit man im dunkeln genug sehen konnte. Das ist beim Vision nicht so.
Sehr gut finde ich auch, dass man das Licht nicht komplett abschalten kann. Da dies bei der Fahrt ja Vorschrift ist, kann man es schon nicht vergessen.

Kurz loben möchte ich auch den Blinker. Hier hat Honda ein ganz normal klackerndes Blinkerrelais verbaut, wie es früher auch in Autos üblich war. Viele, vor allem billige Roller haben hier ja ein nerviges Gepiepse oder Gehupe, was einem an der Ampel völlig auf die Nerven geht. Das ist beim Vision nicht so, das Klacken stört nicht weiter, ist aber laut genug, dass man den Blinker nicht vergisst. Ausschalten muss man ihn nämlich in jedem Fall selber, ein automatisches Ausschalten nach der Kurve gibt es bei Zweirädern nicht.
Dafür muss man nur auf den Hebel drauf drücken, damit der Blinker wieder ausgeht. Das ist auch mit Handschuhen ohne Probleme möglich.


*** Steuer und Versicherung ***

Der Honda Vision Motorroller ist prinzipiell steuerpflichtig, weil die Steuer aber aufgrund des geringen Hubraumes unter 10 Euro im Jahr betragen würde, ist er von der Steuer befreit.

Bei der Versicherung kommt es natürlich ganz drauf an, wie man den Roller versichert.
Ich habe meinen Roller bei der HUK versichert und zahle grob Euro 20 im Jahr.

Ich habe ihn auch das ganze Jahr angemeldet, bei den Beträgen lohnt sich ein Saisonkennzeichen in meinen Augen nicht.


*** Wartung und Reparaturen ***

Toi, toi, toi, war bisher bei mir noch nie etwas kaputt.

Ansonsten sind alle Wartungen sauber im Handbuch aufgeführt, immer mit Kilometerstand und was da dann zu tun ist.
Da der Roller sehr gängig ist, findet man auch im Internet sehr viel Hilfe, wenn man noch zusätzliche Informationen benötigt.
Einzig der erste Ölwechsel sollte laut Hersteller erst bei 1000km gemacht werden, das haben wir schon bei 500km gemacht.
1000km kam uns bei einem Roller zu viel vor.

Alle Wartungen lassen sich aber problemlos selber durchführen, jedenfalls hatten wir noch keinerlei Schwierigkeiten, man kommt überall gut hin und es wurden keine fiesen Spezialschrauben oder so verwendet.

Viel Technik ist ja auch nicht drin, da erwarte ich auch zukünftig keine Probleme.

Roller Honda Vision 110 - Werkzeugsatz
Roller Honda Vision 110 - Werkzeugsatz

*** Reinigung ***

Natürlich darf man mit einem Roller nicht einfach durch die Waschanlage fahren!

Wir fahren mit unserem Roller einfach zum Waschpark in eine Waschbox und spritzen dort den Honda vorsichtig ab.
Wichtig ist dass man mit dem Strahl nicht auf Motor- oder Bremsteile hält.
Ansonsten kann durch die Vollverkleidung wenig passieren.

Am Einfachsten nimmt man jedoch ganz simpel einen Eimer mit Spülwasser und einen Schwamm und reinigt den Roller per Hand. Da dieser nicht allzu groß ist ist das auch
kein großer Aufwand.


*** Bedienungsanleitung ***

Dem Roller liegen auch mehrere Bedienungsanleitungen in allen möglichen Sprachen bei.
Diese ist sehr übersichtlich gestaltet und vom Inhalt her sehr gut gegliedert.
Immer werden die angesprochenen Sachen auch auf Bildern erklärt, so dass man gleich weiß, um was es geht.

Sehr gut finde ich auch, dass detaillierte Wartungsinformationen im Handbuch enthalten sind, so kann man praktisch alles selber machen.
Viele Autohersteller gehen hier ja dazu über möglichst wenig Informationen zu geben, damit man wegen jeder Kleinigkeit in die Werkstatt kommen muss.
Das ist beim Vision gar nicht so.

Roller Honda Vision 110 - von vorne
Roller Honda Vision 110 - von vorne

*** Generelle Eindrücke ***

Lange hatten mein Mann und ich zwei Autos bis wir irgendwann beschlossen dass ein Auto völlig ausreichend ist.
Irgendwann fassten wir dann allerdings denn Entschluß dass doch ein Roller als Zweitfahrzeug was Tolles wäre und den Entschluß den Honda Vision 110 zu kaufen haben wir bis heute nicht bereut, ganz im Gegenteil!

Oft unternehmen wir einfach so eine Spritztour mit unserem Honda Roller, auf der bequemen Sitzbank haben mein Mann und ich perfekt Platz. Meistens fährt dann mein Mann und ich sitze hinten, die hinteren Fußstützen machen das Sitzen noch gemütlicher.

Zwei Erwachsene haben auf jeden Fall sehr gut Platz jedoch darf man die zulässige Zuladung nicht aus den Augen lassen. Diese beträgt 166kg was für uns Beide kein Problem darstellt. Ich denke aber dass zwei große, gutgebaute Männer da z.B. Probleme bekommen können.

Da der Roller sehr gut auf der Straße liegt kann man während der Fahrt auch als Mitfahrer das tolle Feeling sehr gut genießen.
Wir wohnen mitten in der Stadt und da hat so ein Roller einfach auch viele Vorteile weil man z.B. wesentlich leichter einen Parkplatz findet als mit einem PKW.


*** Fazit ***

Also mein Mann und ich sind mit dem Honda Vision 110 sehr zufrieden!

Es ist ein handlicher Roller, der aber trotzdem genügend Leistung auch für längere Strecken hat.
Auch das Design ist sehr gut gelungen, er sieht schnittig aus und die Farbe rot gefällt
mir super! Aber auch in den anderen Farben (schwarz, weiß, silber) sah er gut aus.
Durch seine großen Räder fährt er sich sehr angenehm und man hat jederzeit das Gefühl, den Roller gut unter Kontrolle zu haben.

Auch die fixen Kosten wie Steuer (befreit) und Versicherung sind sehr gering, sodaß man sich den Vision gut auch als Zweitfahrzeug und „Lustfahrzeug“ für schöne Sommertage halten kann.

Dazu passt auch, dass er nicht allzu viel Technik besitzt, von dem her sind auch keine hohen Wartungskosten zu erwarten.

So arg viel loben muss ich den Roller eigentlich gar nicht, es reicht zu sagen, dass er deutlich häufiger eingesetzt wird, als das ursprünglich geplant war!
Das ist schon Aussage genug!


Ich kann den Honda Vision 110 Roller auf jeden Fall weiterempfehlen!


5 von 5 Sterne erhält der Roller Honda Vision 110 von uns!


Montag, 4. November 2019

Restaurant Khong Tsha


Khong Tsha = Ein tolles Asiatisches Restaurant
in Playa de las Américas (Teneriffa)

Restaurant Khong Tsha : Garnelen frittiert mit Mandeln und Gemüse
Restaurant Khong Tsha : Garnelen frittiert mit Mandeln und Gemüse


[Werbung: Mein Beitrag enthält meine Erfahrungen, meine Meinung und evtl. unbezahlte Werbung in Form von weiterführenden Links und ggf. Erwähnung von besuchten Orten, Unterkünften, Sehenswürdigkeiten & Co.]



Heute blogge ich endlich mal über das Restaurante Khong Tsha in Playa de las Americas
In dem Restaurant Khong Tsha war ich schon öfters Essen während meiner Urlaube
auf der Insel Teneriffa.

*** Adresse & Lage & Parken & Öffnungszeiten ***

Khong Tsha
C.C. Parque Santiago III Local 5
38660 Playa de las Americas (Tenerife)

Telefon: (+34) 922 75 37 96

Zum Hotelkomplex Parque Santiago III gehört dieses Restaurant Khong Tsha und es befindet sich direkt neben der dortigen Pizzeria La Trattoria.
In der Nähe liegt auch das bekannte Mare Nostrum Resort sowie eine große Einkaufsmeile.

Kostenlose Parkplätze sind in unmittelbarer Nähe ausreichend vorhanden.

Restaurant Khong Tsha
Restaurant Khong Tsha

Wer sich in Playa de las Americas nicht auskennt informiert sich am Besten vor Reiseantritt nach der Lage dieses Restaurants z.B. im Internet oder fragt vor Ort nach dem Weg. Am Besten nach den Parque Santiago Hotels III oder IV fragen, wenn man dort angelangt ist kann man das Khong Tsha nicht mehr verfehlen.

Hier auf der Website erhaltet ihr mehr Informationen über dieses Restaurant:

*** Meine Erfahrung und Meinung ***

Dieses Restaurant ist mittelgroß, es gibt ca. 80 Außenplätze und ich schätze so um die 40 Innenplätze. Genau weiß ich das leider nicht da ich bisher immer draußen gespeist habe da auf Teneriffa das Wetter in der Regel dazu gerade nur einlädt.
Innen herrscht Rauchverbot, außen darf geraucht werden.

Das Ambiente dieses Restaurants sagt mir sehr zu da es zwar elegant wirkt aber dennoch eine lockere Atmosphäre herrscht.
Alle Altersgruppen sind hier vertreten um lecker zu Essen und eine Kleiderordnung herrscht ebenfalls nicht.
Man kann zudem wählen ob man in der Sonne sitzen möchte beim Essen oder lieber unter einem der zahlreichen und großen Sonnenschirme Platz nimmt.

Restaurant Khong Tsha
Restaurant Khong Tsha

Von der Außenterrasse des Lokals aus hat man einen Blick auf die vorbeiführende Straße, dort ist immer was los da sich in der Nähe zahlreiche Geschäfte befinden.
Man kann also nach dem Essen starten und eine Shoppingtour machen oder man läuft die Straße hinunter gen Meer und Strandpromenade welche zum gemütlichen Spaziergang einlädt.

Auffallend schön war das Geschirr im welchem das Essen serviert wurde, solch ein hübsches Geschirr hätte ich zuhause auch gerne.
Verschieden geschwungene, weiße Teller sowie nett aussehende Messer und Gabeln und dazu braune Servietten lassen das Essen doch gleich noch viel besser schmecken.

Die Kellner mit denen wir zu tun hatten waren alle sehr freundlich und verstanden gut deutsch.

Früher hatte ich immer einzelne Gerichte bestellt, dieses mal war Prämiere und wir verputzen ein komplettes Menü.
Mein Mann hatte den Wunsch und dann konnte ich nicht nein sagen.

Auf der übersichtlichen und mehrsprachigen Speisekarte werden acht verschiedene Menüs angeboten.
Diese sind für 2 oder für 3 bzw. 4 Personen gedacht.
Wenn man zu Zweit ist so wie wir darf man sich nur ein Menü für 2 Personen aussuchen, wir wollten eigentlich lieber eines mit der Speisefolge des 4-Personen-Menüs aber der Kellner sagt das geht nicht, es lohnt sich nur die Menge für 4 Personen zu kochen.
Er gab uns aber den Tipp dass wir bei den 2-Personen-Menüs auch einzelne Gänge austauschen können. Man konnte auch mit Gerichten auf der Karte außerhalb der Menü-Karte tauschen.
Das freute mich sehr denn alle Vorspeisen der 2-Personen-Menüs sagten mir eher nicht zu!
Da gab es nur Hühnersuppe mit Mais oder China-Brot oder Krabbenchips.

Mein Mann und ich entschieden uns für das Menü Nummer B was ursprünglich laut Karte
folgende Gänge beinhaltet:
- Hühnersuppe mit Mais
- Rippchen mit Barbecue-Sauce
- Frühlingsrollen
- Garnelen frittiert mit Mandeln
- Hühnerfleisch Kung Pow (scharfe Sauce)
- Gebratener Reis mit Ei

Wir ließen das Menü genau so wie es auf der Karte stand, nur die Suppe wechselten wir um.
Mais in einer Suppe wäre unvorstellbar für mich gewesen daher entschieden wir uns für eine ganz normale Hühnernudelsuppe.

Zum Trinken gab es für meinen Mann eine Cola und für mich ein Wasser mit Kohlensäure.

Restaurant Khong Tsha : Unsere Getränke
Restaurant Khong Tsha : Unsere Getränke

Die Getränke wurden sehr schnell serviert, wir mussten keine fünf Minuten darauf warten.

Kurze Zeit später konnten wir dann bereits die leckere Hühnernudelsuppe löffeln.
Diese schmeckte richtig lecker und beinhaltete so reichlich viele Nudeln dass ich danach schier gar schon fast pappsatt war.

Restaurant Khong Tsha : Die Hühnernudelsuppe
Restaurant Khong Tsha : Die Hühnernudelsuppe

Aber sogleich wurde der 2. Gang serviert welcher aus Frühlingsrollen und Rippchen bestand.
Dazu gab es ein Schüsselchen mit Wasser und einer Zitronenscheibe, ich blickte zunächst nicht genau warum?! Nun gut, Rippchen ist hier wohl falsch übersetzt worden, ich kenne Rippchen als zartes Fleisch mit einem Knochen am Rand welches sich problemlos mit Messer und Gabel essen lässt.

Restaurant Khong Tsha : Der 2. Gang : Frühlingsrollen und Rippchen
Restaurant Khong Tsha : Der 2. Gang : Frühlingsrollen und Rippchen
 
Mit Rippchen sind hier aber so genannte Spareribs gemeint! Also mittig Knochen und außenrum Fleisch. Ich hatte versucht mit Messer und Gabel etwas wegzubekommen von dem Fleisch, hatte aber keine Chance.
Das Ende vom Lied war dass ich alle beiden Frühlingsrollen vesperte und mein Mann sich mit den vier Spareribs vergnügte. Für mich wäre das aber nichts gewesen, in einem Restaurant von einem Knochen Fleisch abzunagen, nein, nein! Männer sind da scheinbar cooler drauf, jedenfalls war mein Mann begeistert vom Geschmack der Spareribs.
Die Frühlingsrollen fand ich übrigens auch phantastisch, da gab es eine leckere, rote, würzige Sauce dazu.

Restaurant Khong Tsha : Wasser samt Zitrone zum Händewaschen
Restaurant Khong Tsha : Wasser samt Zitrone zum Händewaschen

Nun saßen wir da mit vollen Bäuchen und waren froh dass der 3. Gang, nämlich der Hauptgang ca. 15 Minuten später erst serviert wurde.
Respekt hatte ich ja vor den Garnelen frittiert mit Mandeln, aber ich wurde eines Besseren belehrt! Dieses Gericht war so hübsch angerichtet in einem Schüsselchen und beinhaltete neben den köstlichen Garnelen noch leckeres Gemüse dessen Namen mir leider unbekannt ist.
Auf jeden Fall schmeckte das Ganze himmlisch!
Dazu gab es leckeren Reis mit gekochtem, zerbröseltem Ei drin. Der Reis ist sehr gut gelungen, weder zu weich gekocht und auch nicht zu bissfest.
Dazu gab es Kung Pow, keine Ahnung ob es sich um einen Übersetzungsfehler auf der Speisekarte handelt? Konnte im Internet nichts darüber finden!
Es handelte sich hierbei um geschnetzeltes Hühnerfleisch mit einer tollen Sauce dazu.
Ich empfand die Sauce als würzig aber nicht als scharf so wie es auf der Speisekarte angegeben war.

Restaurant Khong Tsha : Hauptgang
Restaurant Khong Tsha : Hauptgang

Restaurant Khong Tsha : Hauptgang
Restaurant Khong Tsha : Hauptgang

Die kompletten 3 Gänge unseres Menüs waren lecker und für jeden Geschmack war etwas dabei! 
 
Mein Mann und ich waren danach so pappsatt dass wir uns zwingen mussten das Lokal zu verlassen :o) Nach einem ausgedehnten Spaziergang ging es uns dann wesentlich besser!

*** Fazit ***

Aus früheren Besuchen weiß ich dass die Einzelgerichte wie z.B. Hühnerfleisch mit Reis, Salate, Hühnerfleisch süß-sauer mit Reis alle immer gut geschmeckt haben.

Die Preise sind absolut in Ordnung!
Wir haben die Euro 42,42 für das Menü samt Getränke sehr gerne bezahlt!

Das Essen schmeckte super lecker und war sehr abwechslungsreich und einfach mal was anderes wie Pizza, Nudeln oder Paella & Co.
Das Restaurant ist absolut sauber und gemütlich eingerichtet und die Kellner waren alle sehr nett und freundlich.
Auch die Toiletten strahlten vor Sauberkeit und konnten ohne Bedenken benutzt werden.

Wir haben jedenfalls ca. 1 Stunde im Kong Tsha verbracht, lecker gegessen und uns gut unterhalten und waren danach zufrieden und pappsatt.

Gestört hat mich noch nie was während eines Besuches dieses Restaurants und daher
kann ich es allen Teneriffa-Urlaubern nur weiterempfehlen!


5 von 5 Sternen bekommt das Restaurant Khong Tsha auf Tenriffa von mir!























Samstag, 26. Oktober 2019

Irrflug von Manfred Bomm

 

Ein unterhaltsamer Krimi 

rund ums Fliegen! 


Irrflug von Manfred Boom

   
Das Buch Irrflug von Manfred Bomm
Das Buch Irrflug von Manfred Bomm

[Werbung: Ich habe dieses Buch selbst gekauft! Mein Beitrag enthält meine Erfahrungen, meine Meinung und evtl. unbezahlte Werbung in Form von weiterführenden Links und ggf. Erwähnung von Markennamen etc. …]


Im Folgenden geht es um den Krimi Irrflug geschrieben von dem Autor Manfred Bomm.


*** Informationen über den Autor ***

Folgendes wird über den Autor auf der Buchrückseite geschrieben:
Manfred Bomm, Jahrgang 1951, in einer Kleinstadt am Rande der Schwäbischen Alb lebend, weiß, wovon er schreibt.
Er ist als Journalist mit der Polizei- und Gerichtsarbeit eng verbunden und selbst Hobby-Flieger. Seine beliebten „Kommissar Häberle Krimis“ haben sich allesamt zu großen Erfolgen entwickelt und haben dem Autor weit über die Grenzen seiner Heimat bekannt gemacht.

Weitere Veröffentlichungen im Gmeiner-Verlag:
- Schusslinie (2006)
- Mordloch (2005)
- Trugschluss (2005)
- Himmelsfelsen (2004)


*** Informationen über das Buch „Irrflug“ ***

Der Krimi im Taschenbuchformat umfasst 423 Seiten.
Er besteht aus 39 Kapiteln, auf Überschriften verzichtete der Schriftsteller jedoch komplett, über jedem Abschnitt steht lediglich groß die Kapitelnummer.

Die Originalausgabe erschien im Jahre 2004 im Gmeiner-Verlag.

Sehr gut gefällt mir das Bild auf der Vorderseite des Buches.
Toll zu erkennen ist eine Cessna und darüber prangt der Titel „Irrflug“, man
kann sich also bereits beim Anschauen des Krimis vorstellen was wohl das Hauptthema sein wird, nämlich die Fliegerei!

Auf der Buchrückseite ist der Preis von Euro 9,90 aufgedruckt und die
ISBN lautet: 3-89977-621-6.


*** Klappentext ***

Hier der Klappentext damit ihr Euch alle grob die Handlung vorstellen könnt:
Ein Sommermorgen auf dem Sportflugplatz Hahnweide bei Kirchheim / Teck.
Als die Sekretärin der Motorflugschule zu ihrem Büro fährt, packt sie das Entsetzen: Vor einer Flugzeughalle liegt eine tote Frau, eine zweisitzige Cessna ist im Laufe der Nacht spurlos verschwunden.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei führen in die Umgebung des nahen Göppingen, wo einige der Hobby-Piloten wohnen. Dort übernimmt der in kniffligen Fällen erfahrene Kriminalist August Häberle den Fall – ein Praktiker, kein Schwätzer, einer, der Land und Leute und deren Mentalität kennt.
Stück für Stück puzzelt er aus einer Vielzahl von Merkwürdigkeiten die wahren Hintergründe des Falles zusammen.
Die Spur führt nach Ulm…


*** Leseprobe ***

Die folgende Leseprobe halte ich bewusst kurz da ich nicht allzu viel verraten möchte!

Altmann sah jetzt den Zeitpunkt für eine Bemerkung gekommen: „Absolut richtig, Herr Steinke, wir stellen unser Licht untern Scheffel. Aber leider ist es in vielen Bereichen zu spät. Denken Sie an die Unterhaltungselektronik oder an die Uhrenindustrie im Schwarzwald – alles den Bach runter, ab nach Japan“.
Sehat Se“, bestätigte Steinke, „sehat Se“. Älles nach auswärts Ond woran liegt´s?
Manager ond G´schäftsführer, die koin Bezug zu Landschaft und Unternehmen hent, verschäpprat so an Betrieb“, Steinke merkte, dass er jetzt doch wieder ins Schwäbische geraten war.

Das Liebespaar, das sich für die viersitzige Cessna 172 zu interessieren schien, die auf den asphaltierten Vorplatz der Motorflugschule stand, grüßte freundlich die vorbeikommenden Personen. An zwei anderen Maschinen stiegen Piloten und Passagiere ein. Samstags war der Chef der Motorflugschule, Horst Hauff, nicht da.


*** Meine Eindrücke von dem Krimi „Irrflug“ ***

Der Autor Manfred Boom beginnt den Krimi ziemlich unterhaltsam und spannend denn gleich zu Beginn trifft das ein was bereits auf dem Klappentext erwähnt wird: Eine tote Frau wird gefunden und eine Cessna wird vermisst.
Dies alles geschieht auf dem sehr bekannten Sportflugplatz Hahnweide.

Natürlich ist das Buch für Leser aus der Gegend noch einen Tick spannender!
Mein Mann und ich wohnen von diesem Sportflugplatz in Kirchheim / Teck gerade mal 15 Minuten entfernt und man „fährt“ beim Lesen dieses Buches sozusagen ständig mit den Kommissaren und weiteren Personen mit und weiß haargenau wo sich alles abspielt und kann sich alles eben auch bildlich sehr gut vorstellen.

Die Handlung spielt Schwerpunktmässig in Kirchheim / Teck, Göppingen und Ulm.
Da ich auch Ulm in- und auswendig kenne zog es sich durch den ganzen Krimi durch dass ich eben ständig genau wusste wo sich nun was abspielte.
Dies bereitete mir dann natürlich noch mehr Spaß und Freude am Lesen.
Aber auch Leute von ganz woanders her werden auf jeden Fall in den Bann gezogen.

Lustig ist zudem der Schreibstil des Autors!
Dieser ist selbst ein Schwabe und da die Handlung rund um die Schwäbische Alb geschieht baut er immer wieder schwäbische Sätze ein, also er lässt betroffene Personen schwäbisch reden. Dies konntet ihr ja bereits in meiner Leseprobe nachvollziehen.
Vermutlich werden gerade diese schwäbischen Satzbausteine Leute zum Schmunzeln anregen die den schwäbischen Dialekt nun eben so gar nicht kennen.

Wie der Buchtitel „Irrflug“ schon verrät handelt die ganze Story rund um das Thema Fliegerei. Mit ein Grund warum mein Mann und ich das Buch quasi verschlangen denn wir beide sind sehr vertraut mit dem Thema Fliegen, nicht ohne Grund haben wir zuhause im PC-Zimmer einen Flugsimulator aufgebaut.
Ich kann das Buch daher auch allen Hobbyfliegern nur empfehlen denn der Autor geht häufig auch auf das Thema Fliegen ein, man erlebt quasi Starts und Landungen mit und kommt ins Schwärmen wenn der Autor dann beschreibt was für ein endloses Gefühl das hoch oben am Himmel ist.

Nach der spannenden Anfangsphase treten dann die zwei Hauptpersonen des Buches erstmals in Erscheinung.
Fehlen darf natürlich auf keinen Fall der sympathische Hauptkommissar August Häberle welcher schon in einigen Krimis von Manfred Bomm der erfolgreiche Ermittler war. August Häberle (vermutlich um die 50 Jahre alt), wird als ziemlich sportlich trotz seiner Leibesfülle dargestellt und ist eher der kühle und pfiffige Ermittler der nie lange drum herum redet sondern die Fakten sofort offen legt.

Unterstützt wird der Hauptkommissar Häberle durch den Jungkriminalisten Mike Linkohr welcher auch schon in früheren Fällen Häberle tatkräftig half.
Linkohr hat die tolle Angewohnheit ständig den Satz „Da haut´s dir´s Blech weg“ zu sagen ;o)
Durch solche Charaktereigenschaften gelang es dem Autor dass man sich die beiden Hauptermittler sofort einprägte und diese auch sehr nett rüberkommen.

Viele weitere Verdächtige, Zeugen und Personen werden im Laufe der Handlung ins Spiel gebracht und ich finde dass es leider einen Tick zu viele Namen gab.
Damit stiftete der Schriftsteller bei mir teils Verwirrung weil ich mir die unzähligen Namen gar nicht merken konnte und man weiß ja irgendwie beim Lesen nie was und wer nun wichtig ist und was eben nicht.
Dies war jedoch das Einzige was mir am Buch nicht so gefiel.

Ansonsten ist es ein sehr lesenswerter Krimi der ausgewogene Höhen und Tiefen bezüglich der Spannung hat. Auch der Schreibstil und die Wortwahl fand ich prima, der ganze Krimi war leicht zu lesen und fast völlig frei von komplizierten Sätzen und Fremdwörtern.

Ich las das Buch während meines Urlaubes innerhalb von 3 Tagen zu Ende.
So richtig langweilig oder gar öde wurde es nie, es handelt sich um einen
spannenden Krimi rund ums Fliegen und rund um die Schwäbische Alb!

Von mir gibt es auf jeden Fall eine Weiterempfehlung!

4 von 5 Sterne erhält das Buch Irrflug von Manfred Bomm von mir!
4 von 5 Sterne erhält das Buch Irrflug von Manfred Bomm von mir!